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25. August 2010

"Initiativkreis für bürgernahes Bauen auf dem Platz der deutschen Einheit"

"Der „Runde Tisch“ firmiert ab sofort unter dem Namen "Initiativkreis für bürgernahes Bauen auf dem Platz der deutschen Einheit". Das beschlossen seine TeilnehmerInnen aus verschiedenen Parteien und Gremien am 19.8.10 und freuen sich über weitere Interessierte MitarbeiterInnen.  

Unterschriften zum Bürgerbegehren werden derzeit nicht gesammelt, da das Bürgerbegehren durch den Parlamentsbeschluss vom 22.07.2010 (Ablehnung des PPP-Mietmodells) erfüllt worden ist. Mit leicht geänderten Formulierungen könnte das Bürgerbegehren aber wieder aufgegriffen werden, sollte das Parlament wider Erwarten das Modell "Bauen und Kaufen" zu 50 Mio. € beschließen. 

Der zur Sicherung der Durchführung des Bürgerbegehrens beim Verwaltungsgericht Wiesbaden gestellte Eilantrag (mit dessen Hilfe sichergestellt wurde, dass der Magistrat dem Investor vorläufig keine Vergabemitteilung gibt) muss durch den erfreulichen Parlamentsbeschluss vom 22.07. nicht mehr durch Urteil entschieden werden und wird daher zurückgezogen. 

Der anwesende Geschäftsführer des VCW hat klar formuliert, dass sein Club jetzt die schnelle Errichtung einer sog. temporären Halle, die auch wieder abgebaut und anderweitig verwendet werden kann, für unabdingbar hält. Nur so kann er langfristig planen und die Existenz von Bundesliga-Volleyball in Wiesbaden absichern. 

Standorte für eine solche Halle gibt es problemlos im Bereich der Mainzer Straße. Natürlich sei es der Stadtplanung unbenommen, auch nach anderen langfristigen und dauerhaften Lösungen zu suchen.

Der Initiativkreis bringt hierzu neben der Überbauung des Real-Mark-Parkplatzes Welfenstraße/Mainzer Straße die Nutzung der Rhein-Main-Hallen, sowie Sporthallen-Neubauten zusammen mit dem Land Hessen der Mudrakaserne oder der Polizeischule ins Gespräch. 

Vielen MitbürgerInnen ist u.W. dabei z.B. nicht klar, dass der Bau zweier spezifizierter Sporthallen u.U. viel billiger kommen kann als der einer Kombihalle. Die fehlende Sporthalle der Elly-Heuss-Schule wäre nämlich auch leicht auf andere Weise  zu erstellen. 

Auch die von Seiten der Stadt offenbar nicht beachteten Lärmschutzrichtlinien der geplanten Sporthalle sowie des veränderten Verkehrsverlaufs könnten das vom Magistrat weiterhin gewünschte Modell "Bauen und Kaufen" des ursprünglichen Entwurfes rasch ad absurdum führen. 

Im Übrigen scheint die Planung eines weiteren Einkaufszentrums á la Liliencarré, Luisenforum, Dernscher Höfe, Mauritiusgalerie oder  Citypassage auch hier wenig sinnvoll. Die von Seiten des Initiativkreis favorisierten Vorstellungen zur Neugestaltung des Platzes incl. Bleichstr./ Helenenstr. und anliegendem Faulbrunnen laufen daher eher in die Richtung von Markthalle, Jugendtreff,  Kinderspielplatz und vor allem Grün-und Freizeitanlage. 

Die Vertreibung der derzeitigen Trinkerszene in andere Stadtteile löst dabei das Problem weder für sie noch für andere.“ 

Matthias Päßler, Manuela Schon, Peter Silbereisen